Zehntelbrüder ist ein moderner Familienroman, in dem ein junger Mann vom Aufwachsen in einer Wiener Patchworkfamilie erzählt. Unterhaltsam und mit Tiefgang!     Lese­Probe

Zehntelbrüder

Mischa, ein junger DJ in Wien, ist glücklich mit seiner Freundin Hannah – bis sie mit ihm eine Familie gründen will. Zu zwiespältig ist sein Verhältnis zu seiner eigenen, ein kompliziertes Geflecht aus einer viel zu jungen Mutter, die irgendwann von der Bildfläche verschwand, einem kaum vorhandenen leiblichen Vater und einem schwierigen Stiefvater, dessen wechselnden Partnerinnen sowie einem Haufen Halb- und Stiefgeschwistern. Fluchtartig stürzt sich Mischa in eine Affäre mit der attraktiven, eigenwilligen Nella und gerät dadurch unversehens in die Wirren einer anderen Familie, die ebenfalls alles andere als normal zu sein scheint. Aber was ist schon eine normale Familie, was ist Familie überhaupt? Als sein jüngerer Halbbruder Julius in die rechte Szene abzurutschen droht und er ihn nachts von einer Polizeistation abholen muss, stellt sich diese Frage für Mischa neu: Was bedeutet es für ihn, verwandt zu sein?

»Zehntelbrüder« ist ein brandaktueller und warmherziger Roman über eine Patchworkfamilie, die aus allen Nähten platzt – und trotz allem den rettenden Halt gibt. Denn was dieses dehnbare Netz aus Halb- Viertel- oder gar Zehntelgeschwistern schlussendlich zusammenhält, ist kein genetischer Code oder eine gesellschaftliche Verpflichtung, sondern die Entscheidung der Mitglieder, füreinander da zu sein.

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Rezensionen:

  • Kurier

    »Diese Frau hat keine Angst. Keine Angst, konkret zu werden. Obwohl Kritiker gern (und zu Recht) die Musikalität ihrer Sprache betonen. Geschickt flicht Ruth Cerha Erzählstränge ineinander, einer besteht aus Rückblenden, der andere beschreibt die Gegenwart, am Ende finden sie zu einander. Man wohnt in Ottakring, geht ins Roxy, steht beim Billa an der Kassa und schreibt SMS. Banal wird es nie. Es geht um eine gute Geschichte, und die ist so spannend und uneitel erzählt, dass man das Buch bis zum Schluss nicht aus der Hand legen möchte.« Original

  • Hartliebs Bücher

    »In einer wunderschönen Sprache erzählt uns Ruth Cerha, dass Familie viel mehr ist, als Vater, Mutter, Kind – ein kompliziertes System von Beziehungen in dem es nicht ums Gewinnen und Verlieren, nicht um Gut und Böse geht sondern darum seinen Platz zu finden. Eines der wenigen Bücher, das meinem 23jährigen Sohn genauso gefällt wie mir. (Petra Hartlieb)« Original

  • Die Presse

    »Ruth Cerhas zweiter Roman ist keine schwere Kost und schwingt sich dennoch behände über die Seichtigkeit des Genres. Das liegt schon daran, dass er nicht gequält witzig mit einem Missgeschick beginnt, sondern die Handlung im Horizont des Weltgeschehens lokalisiert. „Es war in diesem verrückten Jahr, als der Orkan Kyrill über Europa hinwegfegte.“ Dergleichen war bei US-amerikanischen Erzählern fast Standard, bevor die serielle Produktion von Familienklischees mit fluktuierendem Partner-, Kleider- und Jobwechsel in beliebigen Shoppingoasen vor allem eines markierte: universelle Austauschbarkeit. Und genau da setzt Cerha inhaltlich und in gewisser Weise auch ideologisch an. Denn im Bezugssystem dieser erweiterten Familie ist niemand austauschbar.« Original


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